GOTITAS de Solidaridad
Schulprojekt für Strassenkinder in Peru |
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PeruDie wirtschaftliche Situation in ganz Peru ist alarmierend und die Wirtschaftskrise verschärft sich zunehmend. Durch die zentralistische Politik kristallisiert sich Lima – die Hauptstadt – immer mehr zum Zentrum heraus. Inzwischen leben bereits etwa 8 Millionen der insgesamt 27 Millionen PeruanerInnen in Lima. Durch die Vernachlässigung der ländlichen Regionen wird sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzten. Viele der Neuankömmlinge landen in den Armenvierteln am Stadtrand, wo sich Notbehausungen immer weiter in die Wüste hinaus ausdehnen. Oft suchen die Menschen vergeblich nach Gelegenheitsjobs. Die Regierung hat ihre Unterstützung bei der Arbeitsplatzbeschaffung auf ein Minimum beschränkt. Ihr Augenmerk gilt hauptsächlich den Privatisierungsmassnahmen und der Importwirtschaft.Unter diesen Voraussetzungen wächst die Zahl der von Armut, Gewalt und sozialer Ungerechtigkeit betroffenen Menschen ständig an. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Am meisten leiden die Kinder und Jugendlichen unter diesen wirtschaftlichen und sozialen Missständen. Während oft beide Elternteile zur schlecht bezahlten Arbeit oder auf Arbeitssuche gehen, leben die Kinder sich selbst überlassen. Niemand nimmt davon Kenntnis, wenn die Jungen der Schule immer häufiger fern bleiben und sie schliesslich ganz abbrechen. Eine fehlende oder ungenügende Bildung schränkt die Möglichkeiten der Jugendlichen für eine bessere Zukunft stark ein. HuachoHuacho liegt 2 Busstunden nördlich von Lima, an der Küste in einer wüstenähnlichen Landschaft mit schönen Badestränden. Mit seinen knapp 40'000 Einwohnern (alle Aussenquartiere mitgezählt) ist Huacho eine sehr überschaubare Kleinstadt. Im Zentrum von Huacho wird alles angeboten: verschiedene Märkte, Elektrogeschäfte, Supermarkt, Cafés, Bäckerei, Pub’s, Restaurants, Kino, Internet etc. Während im Zentrum „heile Welt“ demonstriert wird, reihen sich ausserhalb Notbehausungen aneinander. Der grösste Teil der hier lebenden Familien hat kein geregeltes Einkommen – die meisten gehören der sozialen Unterschicht an und versuchen sich mit Gelegenheitsjobs durchzuschlagen.SchulgeländeDas Schulgelände von „GOTITAS de Solidarida“ liegt ausserhalb des Zentrums am Rande des Armenviertels „Fujimori“. Hier leben ausschliesslich Familien aus der untersten sozialen Schicht – hier wird täglich ums Überleben gekämpft. Während die Eltern auf Arbeitssuche sind, werden die Bedürfnisse und Nöte der Kinder oft vergessen. Die Kinder werden schon mit 3-4 Jahren auf die Strasse geschickt um etwas Geld oder Essen aufzutreiben. Für Schulbildung bleibt weder Geld noch Zeit. Zwei Peruaner haben sich deshalb entschlossen, mit verschiedenen Kinder- und Jugendarbeiten den vielschichtigen Problemen zu begegnen.![]() |